wohnen und leben in iserbrook
Wohnen & Leben in Iserbrook
Damals…
Der Name leitet sich von "Eisen" und "Bruch" ab, schon vor 25 000 Jahren wurde aus den oberen Erdschichten Raseneisenerz gewonnen. Doch landwirtschaftlich war Iserbrook schlecht ausgeprägte und einst Hinterland der Landgemeinde Dockenhuden, die durch Zusammenlegung heute ein Teil des Stadtteils Blankenese ist. Die Blankeneser Kaufmannsfamilie Godeffroy trug zur Entwicklung Iserbrooks bei. Sie bauten einen großen Reiterhof bei der Gabelung der Chaussee nach Hamburg und der Chaussee nach Blankenese - heute Kreuzung der Ost-West-Verbindung B 431 und der Nord-Süd-Verbindung zwischen Schenefeld und Blankenese. Hier siedelten sich bis 1924 einige Gasthöfe an und es entstand so etwas wie ein Ortskern.
Die typischen Siedlungen entstanden durch Eingemeindung in die Großstadt Altona/Elbe im Jahr 1927. Iserbrook wurde somit Erweiterungsgebiet für die städtische Besiedelung, es bestand dort ein erheblicher Bedarf an Wohnraum. In der Nazi-Zeit entstand bei der Schenefelder Landstraße eine Siedlung aus kleinen Doppelhäusern auf kleinen Grundstücken. Damals wurden sie gezielt an "Partei-Genossen" verkauft, weswegen die Siedlung auch den Spitznamen "Frontkämpfer-Siedlung" trug. Durch den gestiegenen Wohnraumbedarf aufgrund des zweiten Weltkrieges setzte sich die Siedlungsbildung fort. Am Schenefelder Holt entstand in den 70er Jahren eine zeittypische Großwohnsiedlung mit Blick über die Osdorfer Feldmark.
Heute…
Iserbrook liegt im Westen Hamburgs und ist geologisch gesehen Geest-Gebiet. Durch die vielen Grünflächen und die Elbnähe beeindruckt Iserbrook Besucher und Anwohner. Die insgesamt 10.531 Einwohner teilen sich eine Fläche von 2,7 Quadratkilometern des zu Altona gehörendem Bezirks. Während Iserbrook zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch weniger als 1.000 Einwohner hatte, zählt es heute zu einem der größeren Stadtteile Hamburgs. Im Westen grenzt Iserbrook an Hamburg-Sülldorf, im Norden an Schenefeld (Kreis Pinneberg), im Südwesten an Hamburg-Blankenese, im Südosten an Hamburg-Nienstedten und im Osten an Hamburg-Osdorf. Im Vergleich zu den nobleren Elbvororten wird in Iserbrook das Bild von etwas bescheideneren Ein- und Mehrfamilienhäuser mit Gärten, die überwiegend in den 30er Jahren entstanden sind, geprägt, die aber auch wesentlich erschwinglicher sind.
Einer der Gründe warum sich immer mehr jüngere Familien für Iserbrook entscheiden. In Iserbrook gibt es nur zwei Großwohnsiedlungen. Auf dem Gelände des ehemaligen Recyclinghofs an der Osdorfer Landstraße 390 entstehen derzeit neue Reihen-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser für generationenübergreifendes Zusammenleben. Jedoch sind in Iserbrook nur zehn Kindergärten, zwei Grundschulen, aber keine weiterführende Schule ansässig. Mit Restaurants und Kneipen sieht es ähnlich spärlich aus. Immerhin stehen für die medizinische Versorgung 16 Ärzte und zwei Apotheken zu Verfügung.
Drumherum
Beliebte Ausflugsziele sind das Freibad Marienhöhe, der Elbstrand sowie der nahe gelegene Klövensteen-Forst. Einkaufsmöglichkeiten bieten das Elbe-Einkaufszentrum oder das Stadtzentrum Schenefeld. Für die Verkehrsanbindung sorgen die S-Bahnlinie 1 und der Metrobus 1. Autofahrer benötigen über die Sülldorfer/Osdorfer Landstraße rund 30 Minuten in die Innenstadt. Im äußersten Süden des Stadtteils liegen das Hallenbad Simrockstraße und die Dockenhudener Sportplätze.
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