girokonto
Girokonto
Ein Girokonto (aus dem italienischen Giro = Kreislauf oder Girare = Kreisen lassen) ist die üblichste Art eines Kontos, da alle üblichen Tätigkeiten wie Bargeldeinzahlungen und -auszahlungen, Lastschriften, Überweisungen und Daueraufträge sowohl in schriftlicher Form (per Formular), per Online-Banking und per Selbstbedienungsterminal möglich sind. Verbunden ist ein solches meist mit einer sogenannten Debit-Karte wie der Maestro-Card (früher Eurocheque-Karte) oder einer Kundenkarte, mit denen auch eine EC-Zahlung z.B. beim Einkauf möglich ist.
Während die Verzinsung relativ gering ist, fallen bei Überziehung, sei es eine geduldete Überziehung, weil die Bank über die Deckung hinausgehende Zahlungen zulässt oder ein gewährter Dispositions-Kredit, relativ hohe Zinsen zwischen 7 und 15 Prozent an.
Darüber hinaus fallen regelmäßig Kontoführungsgebühren an. Die meisten Banken rechnen eine Pauschale ab, einige rechnen penibel anfallende Kosten für Überweisungen, Lastschriften, etc. ab. Manche Geldinstitute bieten auch kostenlose Konten an. Hiermit sind aber meist bestimmte Bedingungen verbunden wie ein regelmäßiger Zahlungseingang in einer vereinbarten Höhe oder die ausschließliche Abwicklung der Finanzangelegenheiten per Onlinebanking. Ausnahme sind spezielle Kosten für Kinder, Jugendliche oder Auszubildende, für die in der Regel kostenlose Konten angeboten werden. Zur Überprüfung des Kontostandes stehen dem Kontoinhaber sogenannte Kontoauszüge zur Verfügung, welche er am Kontoauszugdrucker in den Bankfilialen erhält oder sich per Post zuschicken lassen kann. Für die Zustellung per Post fallen aber in der Regel zusätzliche Kosten an.
Zur Eröffnung eines Kontos muss ein gültiger Ausweis mitgebracht werden. Die hiermit hinterlegten Daten wie Name, Anschrift, Ausstellende Behörde, etc. nutzt das Geldinstitut zur Legitimationsprüfung. Des Weiteren muss eine Erklärung zum Geldwäschegesetz unterzeichnet werden, in der der Kunde versichert, dass die Kontoeröffnung auf eigene Rechnung erfolgt. Zur eigenen Sicherheit vollzieht die Bank danach in der Regel eine Schufaabfrage, um sich über die vorangegangene Finanzgeschichte zu informieren. Gibt es hier keine negativen Auskünfte, steht der Kontoeröffnung in der Regel nichts im Wege.
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