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Gewerbeobjekte in Stuttgart

Als die größte Stadt in der Region mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit ist Stuttgart einerseits sehr teuer, andererseits aber auch sehr attraktiv für Investoren. Gewerbeobjekte sind ebenso wie normales Wohneigentum hier extrem begehrt und dementsprechend kostspielig.

Wie in allen größeren Städten in Deutschland gibt es auch in Stuttgart leerstehende Gewerbeobjekte, deren Zahl sich momentan durch die Auswirkungen der Finanzkrise erhöht. Die zunehmenden Insolvenzen sorgen für einen hohen Grad an zu vermietenden oder zu verkaufenden Flächen, die bis vor kurzer Zeit noch in den Händen von Anwälten oder Steuerberatern waren. Entsprechend ist es derzeit recht günstig, eine Gewerbefläche in bester Lage zu erwerben oder anzumieten.

Eine Besonderheit für den Markt für Gewerbeobjekte in Stuttgart stellt ohne Zweifel das mittlerweile beschlossene Projekt "Stuttgart 21" dar. Durch den angedachten Umbau des Bahnhofes wird sich die gesamte Innenstadt in eine riesige Baustelle verwandeln, die mindestens zehn Jahre lang das Gesicht der Stadt bestimmen wird. Nach Fertigstellung des Mammutprojekts sollen in der Innenstadt vorwiegend Gebäude zur gewerblichen Nutzung entstehen, um den Status Quo der schwäbischen Metropole als Wirtschaftsstandort zu zementieren. In der Zeit des Umbaus gewinnen indes vor allem Gewerbeobjekte an Wert, die fernab der Großbaustelle liegen, da die Zeit des Abbruchs und Aufbaus nicht förderlich für ansässige Geschäfte sein wird.

Eine weitere Unwägbarkeit für die Zukunft des Markts für Gewerbeobjekte stellt die anhaltende Krise der Großindustrie dar, die in Stuttgart traditionell von hoher Bedeutung ist. Die Übernahme von Porsche sowie die ungewisse Zukunft des Hauptarbeitgebers Mercedes Benz mit all seinen Zulieferern macht es schwer, zu prognostizieren, inwiefern Stadt und Region ihre hohe Attraktivität für Arbeitnehmer und Investoren aufrechterhalten können. Wie sich die kommende Entwicklung auf gewerbliche Objekte auswirken kann, bleibt offen.